Turn 1 und Turn 3 teilen denselben Klondike-Aufbau: sieben Spalten, absteigender Farbwechsel im Tableau, Könige in leeren Spalten und vier aufsteigende Foundations. Der Unterschied liegt im Stock. Turn 1 deckt eine Karte auf, Turn 3 bis zu drei. Von einem Dreierpaket ist zunächst nur die oberste Karte spielbar.
Zugriff auf den Stock
Bei Turn 1 kannst du auf einem vollständigen Durchlauf jede verbliebene Stockkarte zumindest einzeln erreichen. Das garantiert keinen passenden Ablageplatz, macht aber die Suche nach einer bestimmten Karte übersichtlicher. Turn 3 fügt eine zusätzliche Abhängigkeit ein: Eine sichtbare niedrige Karte unter zwei anderen ist erst verfügbar, wenn diese beiden vorher gespielt werden können.
Beim Wiederaufnehmen bleibt die relative Reihenfolge der verbliebenen Karten erhalten. Spielst du nichts aus dem Waste, wiederholen sich dieselben Pakete. Entfernst du eine Karte, kann sich die spätere Dreiergruppierung verschieben. Deshalb ist die Behauptung, dass immer dieselben drei Karten zusammen zurückkommen, nur für Durchläufe ohne entsprechende Entnahmen richtig.
Die Zahlen einordnen
Blake und Gent schätzen für die untersuchten Regeln ungefähr 90,204 Prozent lösbare Turn-1-Deals und 81,524 Prozent lösbare Turn-3-Deals. Dazu gehören durchdachtes Spiel mit Kenntnis beziehungsweise Erkundung verdeckter Karten, unbegrenzte Durchläufe und keine Rückzüge aus den Foundations. Das sind keine gemessenen menschlichen Gewinnquoten auf Cards4.
Die Gewinnchancen-Anleitung erklärt die Annahmen. Eine eingeschränkte Zahl von Durchläufen oder andere Foundation-Regeln verändert die Aufgabe. Ebenso wenig lässt sich aus einem einzelnen erfolglosen Solverlauf auf Unlösbarkeit schließen. Der Unterschied zwischen gefundenem Lösungsweg und persönlichem Ergebnis bleibt in beiden Varianten wesentlich.
Unterschiedlich planen
In Turn 1 ist das Freilegen verdeckter Karten ein guter Ausgangspunkt. Prüfe dabei, ob ein niedriges Tableau-Ziel noch gebraucht wird, bevor du es auf die Foundation legst. Eine freie Spalte sollte einen konkreten König aufnehmen können. Zielloses Wiederholen des Stocks schafft keine neuen Karten und ändert ohne Fortschritt die Lage nicht.
In Turn 3 plane zusätzlich die Blocker über einer benötigten Wastekarte. Liegt eine Zwei unter einer Acht und einem König, brauchst du zunächst Plätze für beide. Eine leere Spalte allein reicht nicht, wenn der Acht noch die passende andersfarbige Neun fehlt. Rückgängig hilft, zwei Reihenfolgen gezielt zu vergleichen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mitten in der Partie wechseln?
Behandle die Varianten als getrennte Partien. Die Zugänglichkeit des Stocks gehört zu ihren Regeln; zum Vergleich öffne eine neue Partie in der anderen Variante.
Gibt es einen Durchlauflimit?
Cards4 verwendet hier standardmäßig unbegrenztes Wiederaufnehmen. Mehr Durchläufe helfen nur, wenn neue Tableau-Ziele oder Waste-Entnahmen die Möglichkeiten verändern.
Welche Variante soll ich wählen?
Turn 1 eignet sich zum Erlernen des Tableau-Spiels. Turn 3 fordert zusätzlich Planung der Waste-Reihenfolge. Solvable Mode wählt bekannte lösbare Seeds, verrät aber nicht den Weg. Die Klondike-Grundregeln erklären die gemeinsamen Züge.
Das Spiel im Video
Ein praktisches Beispiel zum hier behandelten Spiel zeigt Klondike Solitaire Rules Explained — Every Rule in 4 Minutes. Die Aufnahme ist englischsprachig.