Hearts ist ein Stichspiel für vier Personen, bei dem eine niedrige Punktzahl gewinnt. Jedes Herz zählt einen Strafpunkt, die Pik-Dame zählt dreizehn. Damit sind in einer normalen Runde insgesamt 26 Punkte zu verteilen. Du spielst allein gegen die anderen drei; feste Partnerschaften gibt es nicht. Hearts spielen öffnet den Spieltisch, diese Anleitung erklärt die Entscheidungen davor.

Austeilen und drei Karten tauschen

Ein vollständiges Blatt mit 52 Karten wird gleichmäßig verteilt. Jede Person erhält dreizehn Karten. Vor dem ersten Stich wählst du drei Karten zum Weitergeben. Die Richtung wechselt nach jeder Runde: links, rechts, gegenüber, dann ohne Tausch. Anschließend beginnt dieser Viererzyklus erneut. Wähle deine drei Karten aus, bevor du die erhaltenen Karten ansiehst.

Beim Tausch ist eine kurze Farbe interessant: Wenn du danach keine Karte dieser Farbe mehr hast, kannst du bei einem späteren Anspiel eine gefährliche Karte abwerfen. Eine hohe Karte allein ist dagegen kein Grund zum Weitergeben. Entscheidend ist, ob niedrige Karten derselben Farbe dich beim Bedienen schützen. Besonders die Pik-Dame benötigt einen Plan; drei oder mehr niedrige Pik daneben bieten mehr Möglichkeiten zum Unterspielen als nur eine niedrige Pik.

Einen Stich spielen

Die Person mit Kreuz Zwei spielt diese Karte zum ersten Stich aus. Wer die angespielte Farbe besitzt, muss sie bedienen. Wer sie nicht besitzt, darf eine andere Farbe abwerfen. Es gibt keinen Trumpf: Die höchste Karte der angespielten Farbe gewinnt. Der Gewinner spielt zum nächsten Stich aus. Ein abgelegtes hohes Herz gewinnt einen Kreuz-Stich also nicht.

Im ersten Stich dürfen keine Strafkarten abgelegt werden, solange eine zulässige Alternative besteht. Herzen dürfen normalerweise erst ausgespielt werden, nachdem jemand ein Herz auf eine andere Farbe abgeworfen hat. Das nennt man Herzen brechen. Wenn nur noch Herzen auf der Hand sind, muss dennoch eine Karte gespielt werden. Die Pik-Dame muss nicht auf gebrochene Herzen warten, bleibt aber an Bedienpflicht und Einschränkungen des ersten Stichs gebunden.

Punkte und Rundenende

Nach dreizehn Stichen werden die erbeuteten Herzen und die Pik-Dame gezählt. Andere Karten zählen null. Erreicht jemand die vereinbarte Grenze, gewöhnlich 100 Punkte, gewinnt die Person mit dem niedrigsten Gesamtstand. Einen punktfreien Stich zu gewinnen ist deshalb nicht automatisch schlecht: Er kann dir das passende nächste Anspiel verschaffen.

Wer alle dreizehn Herzen und die Pik-Dame in einer Runde nimmt, schießt den Mond. Nach der hier beschriebenen Wertung erhält diese Person null Punkte, die drei anderen jeweils 26. Das ist keine Belohnung für alle Stiche: Entscheidend sind alle Strafkarten. Hausregeln können das Ergebnis anders verrechnen; vereinbart sie vor dem Spiel.

Häufig gestellte Fragen

Zählt die Pik-Dame mehr als alle Herzen zusammen?

Nein. Beide ergeben jeweils dreizehn Strafpunkte. Eine einzelne Pik-Dame ist trotzdem gefährlich, weil ein Stich die gesamte Last auf einmal übertragen kann.

Muss ich immer einen Stich verlieren wollen?

Nein. Nimm sichere Stiche, wenn sie dir ein nützliches Anspiel geben. Wenn jemand den Mond schießen will, kann ein bewusst genommenes Herz einen wesentlich größeren Schaden verhindern.

Wo lerne ich die nächsten Schritte?

Die Hearts-Strategie erklärt Tausch und Fehlfarben. Der Leitfaden zum Mondschießen behandelt Angriff und Abwehr. Im Regelvideo kannst du die Zugfolge sehen; die Aufnahme ist englischsprachig.